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Irgendwann im Jahr 1970 gab es eine kleine Zeitungsnotiz, dass es in den Räumen der Fachhochschule für Sozialarbeit eine
Informationsveranstaltung geben sollte. An diesem ersten Abend waren ganz wenige Menschen der Einladung gefolgt, aber man verabredete ein weiteres Treffen, zu dem wieder über eine Zeitungsnotiz eingeladen werden
sollte. An diesem Abend sollte dann auch ein Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Köln etwas über die Aufgaben einer Arbeitsgruppe von terre des hommes erzählen. Dieser zweite Abend, der schon besser besucht war, führte
dann auch zur Gründung eines Initiativkreises, dessen MitarbeiterInnen von terre des hommes, seinen Zielen und seiner Arbeitsweise überzeugt waren.
Zu den ersten Aktionen des jungen Initiativkreises gehörte die Beteiligung am Sommerfest der Fachhochschule für Sozialarbeit. Für eine
Tombola gelang es den MitarbeiterInnen eine große Buttercremetorte als Hauptattraktion anbieten zu können. Der Bäcker Borggräfe aus Wehringhausen hatte sie gestiftet. Auch die erste Straßenaktion wurde gestartet,
und zwar mit Wasserbällen, die die terre des hommes Geschäftsstelle für die Arbeitsgruppen eingekauft hatte. Wie ein noch vorhandener Brief an den Geschäftsführer zeigt, war die Aktion sehr erfolgreich, das hübsche
Design der Bälle würde heute aber keinen Test in politischer Korrektheit mehr bestehen, zeigte es doch als Scherenschnitt „typische“ Kinder aus aller Welt: das Negerkind im Baströckchen, den kleinen Indianer mit
Federschmuck oder das Chinesenkind mit Spitzhut.
Ein Weihnachtsmarkt in der Hagener City war noch relativ neu. Die terre des hommes Gruppe beschloss, sich daran zu beteiligen. Aus
Dachlatten und Hartfaserplatten wurde ein verschließbarer Stand gebaut, in hellem lila, das damals die Erkennungsfarbe für die Kinderhilfsorganisation war, gestrichen und mit viel Engagement aller MitarbeiterInnen
jeden Nachmittag besetzt. Neben zentral beschafften Stumpenkerzen und Weihnachtskarten wurde eine Menge selbst Gebasteltes verkauft. Im Vergleich zu dem Aufwand, bei Regen und Schnee den Stand jeden Nachmittag
besetzen zu müssen, waren die Einnahmen jedoch sehr gering und so wurde die Präsens von terre des hommes auf dem Hagener Weihnachtsmarkt nach einigen Jahren beendet.
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