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Im März 1995 verhungerte in Hagen das Baby Dennis. Die terre des hommes Arbeitsgruppe Hagen schrieb einen offenen
Brief an den Oberbürgermeister, die Fraktionen im Rat und die Verbände der freien Wohlfahrtspflege und appellierte, aus Vertretern aller Beteiligten eine Arbeitsgruppe zu bilden, um zu überlegen, was zum
Schutz der Kinder in Hagen verbessert werden könnte. Dieser Brief wurde auch als Leserbrief veröffentlicht. Der Oberbürgermeister teilte der terre des hommes Arbeitsgruppe am 23. März 1995 mit,
dass die Anregung an den Jugendhilfeausschuss weitergeleitet worden ist. Dieser beschloss, dass die Stadtverwaltung entsprechend dem Vorschlag der terre des hommes Arbeitsgruppe den von ihr genannten
Personenkreis zu einem Gespräch einladen soll.
Damit war der »Runde Tisch« geschaffen, der im April 1995 seine Arbeit aufnahm. Er war maßgeblich geprägt durch den
Einsatz der beteiligten terre des hommes MitarbeiterInnen. Die Sitzungen waren nicht immer konfliktfrei. Nach vielen Diskussionen stellte sich heraus, dass von allen Beteiligten als erste Maßnahme des
»Runden Tisches« die Gründung eines sozial-pädiatrischen Zentrums (SPZ) auf den Weg gebracht werden sollte. Solche Zentren bieten an, bei der Betreuung behinderter, gestörter oder
ent-wicklungsverzögerter Kinder die Diagnose und die Therapie durch ein Team von Ärzten, Psychologen, Krankengymnasten, Sozialarbeitern, Logopäden u.a. durchzuführen. Das erspart den Eltern viele Wege zu
immer weiteren Fachleuten. An einer einzigen Stelle wird ihr Kind umfassend behandelt, Hilfe greift viel schneller.
Am 7. September 1996 besuchte der »Runde Tisch« das SPZ in Siegen, um sich vor Ort über die Arbeit der
Einrichtung zu informieren. 1997 wurde der Verein zur Förderung der Sozialpädiatrie in Hagen und Umgebung gegründet.
Die Kassenärztliche Vereinigung versagte dem Verein die Zulassung des SPZ. In II. Instanz obsiegte aber der Förderverein
vor dem Landessozialgericht und 2004 erfolgte die Zulassung des Zentrums.
terre des hommes setzt sich also auch für die Kinder vor Ort ein. Zum Tag der Rose 1997 sammelten wir deshalb nicht nur
für das Zentrum für behinderte Kinder CROM in Vietnam, sondern baten auch um Unterstützung für den Förderverein für Sozialpädiatrie.
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