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Frieden - gegen den Krieg

Arbeitsgruppe Hagen


 


Einsatz für den Frieden war von Anfang an ein zentrales Bemühen von terre des hommes. Für alle Menschen die Möglichkeit, sich frei, ohne Not, Hunger, Krankheit, und Gewalt zu entwickeln – in solidarischem Miteinander – Einsatz für die Erde der Menschlichkeit im Sinne Saint-Exupéry’s

Krieg tritt das friedliche Zusammenleben der Menschen mit Füßen. Die Hilfe für verletzte Kinder in den Kriegen in Algerien, Nigeria und besonders Vietnam hat tdh zu einer entschiedenen Friedensorganisation gemacht.

Und als sich 1980 22 Gruppen in Hagen zusammenschlossen, auch hier eine Friedenswoche durchzuführen, war die Hagener terre des hommes-Arbeitsgruppe dabei. Bemerkenswert war die Breite des Bündnisses, auch über weltanschauliche Grenzen hinweg; in der Friedensfrage war man solidarisch, es gab und es gibt keine Alternative zum Frieden. So gab es für etwa fünf Jahre je eine Woche lang Diskussionen, Ausstellungen, Infostände, Filme, Vorträge, Aktionen. terre des hommes trug u.a. durch eine Aktion bei, in der man Kriegsspielzeug gegen friedliches Spielzeug eintauschen konnte.

Deutlich stand dabei immer vor Augen: der Frieden wurde uns nicht geschenkt, er wurde nicht leicht gemacht, sondern er musste erst geschaffen, errungen und durchgesetzt werden gegen bewaffnete Interessen – gegen Kriege.

Und so gehört zum Thema Frieden auch das Eintreten gegen Krieg.

Krieg ist kein Mittel zur Lösung von Problemen. Dies ist immer wieder zu erfahren und dies – so meinen wir – muss verdeutlicht werden:

Es gilt, die Ursachen zu erkennen, strukturelle Gewalt, wirtschaftliche Interessen, Unterentwicklung, Ausbeutung – und die Folgen sind immer gleich: Verwüstung, Zerstörung, Not und Elend. Die wehrlosesten Opfer sind immer wieder die Kinder.

Eine schreckliche Erfahrung – auch für die Hagener Arbeitsgruppe – war der Vietnam-Krieg und seine Folgen, insbesondere die verheerenden Schäden und Wirkungen, die die von den USA eingesetzte chemische Waffe »Agent Orange« bis heute anrichtet. Dr. Kingreen war als Vorsitzender von terre des hommes Deutschland in Vietnam. Er hatte Krankenhäuser besucht, hatte mit Wissenschaftlern, Ärzten, Opfern gesprochen. Er berichtete über Erbschäden und Krebserkrankungen, die das Gift bei Vietnamesen und amerikanischen Soldaten hervorgerufen hatte, berichtete von den grauenvollen Missbildungen. Über diese Spätfolgen informierte ein Jahr darauf eine von terre des hommes eingeladene vietnamesische Delegation: diese Veranstaltung war ein wichtiger Beitrag zur öffentlichen Debatte über die Folgen von Kriegen. 

Grußwort der Bundesministerin Frau Wieczorek-Zeul 35 Jahre terre des hommes Hagen - Lesebuch terre des hommes vorgestellt Deutschland