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Arbeitsgruppe Hagen
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Länderschwerpunkt der Hagener terre des hommes Arbeitsgruppe ist seit 1982 Indien. Dort werden seit 1975 über ein eigenes
Regional-Büro in Pune Projekte betreut (z.Zt. sind es 90), in denen sich einheimische Mitarbeiter einsetzen für die Verbesserung der Situation von Kindern. Das sind z.B. Projekte gegen ausbeuterische Kinderarbeit,
gegen Kinderhandel oder für Straßenkinder.
Unsere Gründe:
1. Hinterfragen von Projekten, um die Hintergründe der Arbeit der Projektpartner für benachteiligte Kinder zu verstehen
2. Indien als Subkontinent in seiner Struktur, seiner kulturellen Eigenart und seinen Problemen kennen zu lernen
3. Ein direkter Kontakt zu Indien entstand durch den hauptamtlichen indischen tdh-Mitarbeiter Adi Patel, der mit einer Hagenerin
verheiratet war.
Seitdem sind wir Hagener tdh-ler aktiv für Indien.
Daher informieren
wir in öffentlichen Veranstaltungen über konkrete Hilfsmaßnahmen, z.B. für Mädchen, die aus der Prostitution befreit wurden (Projekt MAITI in Nepal - Tänze nepalesischer Mädchen im Kulturforum der Waldorfschule Haspe).
daher rufen wir auf
zu Spenden z.B. für die Arbeit mit Straßenkindern (Projekt Shelter in Bombay) und aktuell für die Wiederaufbauhilfe für von der Tsunami-Katastrophe betroffene Familien in Tamil Nadu, Südindien
daher veranstalten
wir Ausstellungen, in denen sichtbar wird, wie z.B. Kinderarbeiter aus sklavenähnlichen Verhältnissen befreit werden und wie sie durch eine Berufsausbildung bessere Chancen für ihr späteres Leben erhalten. Hier arbeitet terre des hommes in Kooperation mit dem Textilhaus C&A, das sich verpflichtet hat sicher zu stellen, dass in seinen Zulieferbetrieben keine Kinderarbeiter beschäftigt werden.
daher laden wir indische Gäste aus den unterschiedlichsten Projekten ein. Diese können anschaulich ihren Hilfsansatz
für Kinder in Not deutlich machen, wie z.B. am 16. September 2005 aus Goa der Projektpartner Gregory D’ Souza mit seinem Bericht über Projekte zum Schutz vor sexueller Ausbeutung von Kindern.
daher hat
Edgar Marsh aus unserer Arbeitsgruppe im Jahr 2000 bei der Feier zum 25jährigen Bestehen der indischen terre des hommes-Arbeit in Delhi die deutschen Arbeitsgruppen vertreten
daher haben
3 Mitarbeiter unserer Arbeitsgruppe (Edgar Marsh und Li und Dieter Buchholz) in den Jahren 1993 und 2004 Projektbesuchsreisen nach Indien unternommen, um vor Ort die Arbeit der Projektpartner kennen zu lernen. Sie konnten feststellen, dass die auch in Hagen gesammelten Spendengelder sehr sinnvoll eingesetzt werden, um Kindern und ihren Familien zu einer gesicherten Zukunft zu verhelfen.
daher besuchen wir Schulklassen, Jugend- oder Frauengruppen, die interessiert sind z.B. an Kinderrechten, an
Bildung für indische Mädchen und helfen möchten, gerechtere Strukturen in Indien aufzubauen
daher nehmen wir teil
an einem einmal jährlich stattfindenden Indienseminar mit internationaler Beteiligung (terre des hommes Frankreich/Elsass, terre des hommes Genf, AEI Luxemburg, und dem terre des hommes Indien-Büro. Meistens sind auch Projektpartner vertreten).
Projekte in Indien
Shelter, ein Hilfsprogramm für Straßenkinder in Mumbai (Bombay) Indien
Der erste Besuch während der Indienreise in 2004 galt dem Projekt »Shelter« in der 18 Millionen-Stadt Mumbai. Man schätzt hier die Zahl der
Straßenkinder auf über 100.000. Sie haben nicht einmal auf dem Papier Rechte und Sicherheiten. Ohne Familie, ohne festen Wohnsitz, ohne Arbeitgeber, ohne Papiere sind sie vogelfrei. Polizisten jagen sie, kriminelle
Gangs benutzen sie, Geschäftemacher beuten sie aus.
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In dem großen Haus, einem sogenannten »shelter home« am Rande eines Slums in Mumbai, treffen wir Jungen, die einfach die Drangsal
eines Tages hier vergessen können: sie spielen miteinander Karten, einer liest in einem dicken Buch, andere waschen ihre Wäsche, wieder andere duschen sich. Sie sind gern bereit, uns über ihre Odyssee hierher zu
berichten.
Dieses von terre des hommes seit 1989 geförderte Projekt für Straßenkinder geht von der Annahme aus, dass Straßenkinder sich schwer in
das Korsett einer Heimunterbringung zwängen lassen. Ihre Rehabilitation kann am nachhaltigsten durch die Errichtung von offenen Schlaf- und Begegnungsstätten, eben shelter homes, gesichert werden. Das shelter home
bietet den Straßenkindern einen sicheren Platz zum Schlafen, wo sie ihre wenigen Habseligkeiten gut unterbringen können und wo es erfahrene Betreuer gibt, an die sich die Straßenkinder wenden können und die ihnen in
Notsituationen helfen können.
Schule für arbeitende Kinder, Jaffrabad, Neu-Delhi, Indien
In Indien findet immer noch eine Völkerwanderung aus den armen, ländlichen Regionen in die großen Städte statt. Die ländlichen
Auswanderer kommen in die Vororte und bauen sich (illegale) Unterkünfte. Die Bewohner des Slums verdienen sich ihren Lebensunterhalt, indem sie Waren für die lokalen Märkte liefern. So werden Textilien gefärbt,
Lederjacken gefertigt oder Schuhe oder Sandalen produziert. Bei diesen Arbeiten müssen die Kinder mithelfen. Die Kinder arbeiten 10 Stunden am Tag unter schlechten Bedingungen: winzige Räume, keine Fenster,
offenes Feuer ohne Abzug im Zimmer, Klebstoffgeruch.
Die meisten Kinder sind bisher nicht in der Schule gewesen. terre des hommes unterstützt das seit 2003 laufende Projekt mit einer
»Grundschule« für die Kinder. Hier müssen die Lehrer flexibel arbeiten, da die meisten Kinder immer noch vor oder nach der Schule zur Arbeit gehen. Der Projektpartner setzt sich auch mit Kampagnen und mit
Initiativen für die Rechte der Kinder ein. Die Schule ist als Brückenschule gedacht, d.h. dass die Kinder anschließend in die normale Schule gehen können und nicht ein paralleles Schulsystem aufgebaut wird.
Die Kinder gehen gerne in die Schule, da sie daneben weiterhin zur Arbeit gehen können und außerdem etwas lernen. Kinder, die auf ihre kleineren
Geschwister aufpassen müssen, dürfen diese mitbringen.
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