|
s wäre vermessen, terre des hommes isoliert zu sehen oder Erfolge ausschließlich zu reklamieren: terre des hommes ist vielmehr
dankbar, in Hagen eine Reihe von Einrichtungen als Partner gewonnen zu haben. Erst deren Unterstützung hat vieles möglich gemacht:
An erster Stelle das Theater Hagen. Da durften wir in unserer Frühzeit im Foyer schon mal eine kleine Ausstellung zeigen oder
in der Pause von Donizettis Oper „Der Liebestrank“ eigens abgefüllte Fläschchen mit entsprechendem Inhalt verkaufen (1978) – wenige Jahre später spielten Orchestermitglieder für terre des hommes. 1994 engagierte
sich das Theater sogar als Mitveranstalter (neben „Friedenszeichen“ und „Ärzte gegen den Atomkrieg“) bei einem Benefiz-Konzert für Sarajewo nach dem Jugoslawien-Krieg. Der Erlös war zum Wiederaufbau einer Schule für
hör- und sprachgeschädigte Schüler bestimmt. Und dass Dagmar Berghoff hier lesen kann, aus Anlass von 35 Jahren terre des hommes Hagen, ist den Lutz-Verantwortlichen zu verdanken.
Der Hasper Hammer
stellte uns seine Bühne auch mehrfach zur Verfügung. Und jüngst wurde der komplette Erlös einer Aufführung an terre des hommes übergeben – als Spende für die Flutopfer in Süd-Asien.
Auch Stadtbücherei und Cinestar
waren für unsere Wünsche offen: zum Thema „Kindesmissbrauch“ wurden für Schulklassen Filme angeboten. Im Lesesaal konnten wir eine Ausstellung zeigen und im Foyer des Kinos konnten wir große Fahnen aufhängen, die 1996 von Künstlern, Schulklassen und anderen Gruppen für einen internationalen Kongress in Stockholm gestaltet worden waren.
Kooperation mit einem Wirtschaftsunternehmen mag auf den ersten Blick verwundern – es scheint ungewohnt. Es gibt dazu bei terre des
hommes auch eine Diskussion.
Dass beide Seiten – das Modehaus C&A
und terre des hommes – zusammenkommen, liegt an Tirupur: dem indischen Zentrum der Textilindustrie. Viele europäische und amerikanische Firmen lassen hier ihre Textilien kostengünstig produzieren – so auch C&A.
Und terre des hommes Partner sind eben dort auch aktiv geworden, weil in der Textilindustrie bis zu 20 000 Kinder arbeiten.
C&A zeigt sich aufgeschlossen und verwirklicht Überlegungen zu menschengerechten Bedingungen: so dürfen Kinder unter 14 Jahren
nicht mehr arbeiten, Sicherheitsnormen werden eingeführt und eine Berufsschule aufgebaut
Erfreut sind wir darüber, auch in der Hagener Presse
Partner zu haben, die diese und andere Aktionen in ausführlichen Berichten mit Begründungen und Argumenten vorgestellt hat, so dass die Leser einen verlässlichen Eindruck gewinnen konnten.
Diese Beispiele stehen stellvertretend für alle anderen Partner, deren Aufzählung den Rahmen hier sprengen würde.
|