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Auf dem Land, wo Nanni lebt, ist die Luft gut. Aber es mangelt an sauberem Wasser. Ein Problem, das weltweit 1,2 Milliarden Menschen
haben. Täglich schleppt die Achtjährige, der Mutter dicht auf den Fersen, einen Kanister mit Wasser vom Brunnen bis zum Gehöft – 50 Minuten dauert das. Die Qualität des Wassers lässt zu wünschen übrig, es müsste
abgekocht werden. Womit? Feuerholz ist im indischen Bundesstaat Maharashtra Mangelware, Strom für einen Elektroherd gibt es nicht. Also leiden Nanni und ihre Geschwister immer wieder an schwerem Durchfall.
Verunreinigtes Trinkwasser ist in der Dritten Welt verantwortlich für 80 Prozent aller Krankheiten und für viele Todesfälle. Die Bohrung von Brunnen ist ein großer Fortschritt, und deshalb Bestandteil vieler terre
des hommes-Projekte.
Nicht nur in indischen Dörfern ist Feuerholz ein rares Gut. Weltweit fehlen besonders auf dem Land alternative Energiequellen, deshalb
wird abgeholzt. Die Folgen für die Artenvielfalt und die Überlebenschancen der Bewohner sind verheerend. Doch hat das fortschreitende Abholzen der Wälder in den südlichen Ländern, aber auch in Kanada oder Russland,
auch noch andere Ursachen: Die kostbaren Urwaldhölzer bringen viel Geld in Firmen- und Staatskassen. Oder es wird gerodet, um Platz zu schaffen für industrielle oder landwirtschaftliche Großprojekte und den Abbau
von Bodenschätzen. In Südostasien, so die FAO (UN-Organisation für Ernährung, Landwirtschaft, Fischerei und Forstwesen), haben unter den Bedingungen von Liberalisierung und Globalisierung illegaler Holzschlag und
-handel rasant zugenommen. Allein zwischen 1990 und 1995 wurden im asiatisch-pazifischen Raum knapp sieben Prozent der Waldbestände vernichtet, in Afrika und Lateinamerika sogar zehn Prozent. In Afrika leben
inzwischen etwa 40 Prozent der Bevölkerung in Gebieten, die von Wüstenbildung bedroht sind. Das verfügbare Ackerland geht weiter drastisch zurück und Kleinbauern müssen in die Städte fliehen. Dürre und Brandrodung
bedrohen das Leben von weltweit 1,2 Milliarden Menschen.
Die Hagener terre des hommes Arbeitsgruppe beteiligte sich an dem Bildungsprojekt „Recht auf Nahrung“ mit einer Ausstellung »Schulhöfe
zu Gemüsegärten« im AllerWeltHaus. In diesem Projekt in Zimbabwe werden mit einer (scheinbar) einfachen Bewässerunsgtechnik aus unfruchtbaren Böden auf Schulhöfen fruchtbare Flächen für Gemüse und Obst.
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