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Arbeitsgruppe Hagen

global - lokal, die Rio Konferenz


Rio – das steht für die große Konferenz der UNO für Umwelt und Entwicklung, die 1992 in Rio de Janeiro stattfand. 192 Staatsmänner, – für Deutschland Helmut Kohl – haben seinerzeit eine wegweisende Vereinbarung beschlossen: die agenda 21 – ein Handlungsprogramm für das 21. Jahrhundert. Der Kern dieser Botschaft ist:

  • Bei allem, was wir heute tun, verbrauchen oder beschließen, dürfen wir die Grundlagen und Bedürfnisse künftiger Generationen nicht gefährden – wir müssen eine Politik der Nachhaltigkeit betreiben. Dabei müssen ökologische, wirtschaftliche und soziale Fragen im Zusammenhang berücksichtigt werden, und zwar weltweit, national und eben auch lokal.
  • Was das mit Hagen und damit auch mit terre des hommes zu tun hat?
  • Die Hagener Arbeitsgruppe war „nahe dran“ an Rio: Peter Mucke, heute geschäftsführendes Vorstandsmitglied von terre des hommes, war in Rio als Vertreter einer Nicht-Regierungs-Organisation. Die Chance, Peter Mucke nach Hagen zu holen, ließen wir uns nicht entgehen. Unmittelbar vor dem Abflug hat er Radio Hagen ein Interview gegeben und am Abend an einer Podiumsveranstaltung teilgenommen. Aus Rio hat er uns ausführlich und aktuell per fax  (das war damals noch nicht so einfach wie heute) informiert, und diese Berichte hat seinerzeit der Wochenkurier in drei Folgen gedruckt – und Peter Mucke gleichzeitig zum Hagener Bürger gemacht!.


    Und nach seiner Rückkehr haben wir zusammen mit der Volkshochschule eine Info-Veranstaltung durchgeführt über Ergebnisse und Folgen der Konferenz für die Kommunen.

    Nimmt man weitere Aktivitäten jener Jahre hinzu – u.a. einen bundesweiten Workshop zur Nachbereitung der Berliner Nord-Süd-Konferenz und eine Befragung des damaligen Entwicklungsministers Dr. Jürgen Warnke (1990) – so kann man bei aller Bescheidenheit schon festhalten, dass terre des hommes die gesamte Diskussion zur agenda 21 in Hagen mit auf den Weg gebracht hat.

    Natürlich fiel Rio nicht vom Himmel, es gab Vorstufen. Und an denen waren maßgeblich Nicht-Regierungs-Organisationen beteiligt – wie eben terre des hommes. Und so haben auch wir in der Hagener Gruppe in den späten 80er Jahren solche Papiere diskutiert – den »Kölner Aufruf« (1985) oder die »Mainzer Erklärung« (1988). »Towns and development« (Den Haag 1986) sagt im Namen schon, worum es bei diesem Zusammenschluss ging: um die aktive Teilnahme von Menschen im Norden und im Süden, um die Beteiligung aller Bereiche in den Kommunen, z.B. der Kirchen, oder gesellschaftlicher Organisationen. Ziel war die Bewusstseinsbildung vor Ort – daraus galt es lokal verwurzelte Projekte zu entwickeln.    

    Grußwort der Bundesministerin Frau Wieczorek-Zeul 35 Jahre terre des hommes Hagen - Lesebuch terre des hommes vorgestellt Deutschland