|
20.000 Kinderarbeiter gibt es in der Textilindustrie in Tirupur in indischen Bundesstaat Tamil Nadu. Die Familie braucht
Geld zum Überleben; täglich kommen aus ganz Indien Menschen, um in Tirupur Arbeit zu finden: genug zu essen, Geld für Medikamente, vielleicht ein Radio, ein Fahrrad? Viele Textilbetriebe lassen ihre
Abwässer einfach so die Straße hinunterlaufen, eine Färbe- und Bleichbrühe, die das Grundwasser unbrauchbar macht. Einige Bürger der Stadt engagieren sich seit Jahren gegen die Kinderarbeit. Große
Handelshäuser aus Europa verpflichten ihre Zulieferbetriebe, Mindeststandards bei Arbeits- und Umweltschutz einzuhalten. Kinderarbeiter aber brauchen Alternativen! terre des hommes fördert in Tirupur
Abendschulen und ein Berufsschulzentrum. Kinderarbeiter bekommen eine gute Ausbildung, lernen lesen, schreiben und rechnen. Damit will terre des hommes zeigen, dass ein einfaches Argument Wirklichkeit
werden kann: Auch wer arm ist, hat ein Recht auf Bildung. Die Fotoausstellung Im Bistro Mundial im AllerWeltHaus zeigt Alltag und Perspektiven.
|

|