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Arbeitsgruppe Hagen

Flutkatastrophe in Südindien

Berichte von C.J.George, tdh Projektkoordinator in Indien und unserer Projektpartner


08.01.2005

Straßensammlung in der Hagener Innenstadt

Die Hagener terre des hommes wird am Samstag, 08.01.02005 in der Hagener Innenstadt eine Straßensammlung durchführen. Spenderinnen und Spender werden dabei über die terre des hommes Hilfsaktivitäten in Indonesien, Thailand und Indien informiert.

03.01.2005

Eine Woche nach dem Tsunami

Die letzten 7 Tage waren eine Woche, die wie Jahrzehnte schien, so viel Zerstörung, so viele Tote, so viele Sorgen und Ängste!
Mit der Zeit besinnen sich die Menschen ihres alten Lebens. Die unmittelbare Hilfe ist überall angekommen, die Reaktionen von allen Seiten war überwältigend - von der Gesellschaft, von Organisationen, von einfachen Leuten, von der Regierung und von internationalen Organisationen.
Wir von terre des hommes haben Überlebenden in Tamil Nadu geholfen, besonders in Nagapattinam, Cuddlore und Kanyakumari.
Reji und Birgitt waren in Nagapattinam. Reji hat SNEHA dabei geholfen die Nothilfe zu organisieren und Kinderbetreuungszentren in allen Lagern zu initiieren.Birgitt war ständig damit beschäftigt auf Anfragen für Interviews und Berichten von deutschen Fernsehkanälen, Radiosendern und Zeitungen zu reagieren.
Ravi ist nach Kanyakumari gefahren und hat sich mit “Heal Movement” und “Life Care Trust” getroffen, unseren Partnerorganisationen, die an den Nothilfemaßnahmen beteiligt waren. Sie werden jetzt damit beginnen, besonders mit Kindern und Frauen zu arbeiten.
Atal ist in Chennai mit den Partnerorganisationen CCRD und Arunodaya. Sie haben Kontakt zu den Nothilfelagern rund um Chennai aufgenommen und initiieren Kinderbetreuungszentren.
Ein Team von 40 Sozialarbeitern wurde von CSED geschult. Sie sind in Nagapattinam und Kanyakumari angekommen um mit Kindern und Frauen in den Lagern zu arbeiten.
SNEHA war ganz vorne dabei bei den Nothilfemaßnahmen, koordinierte mit den Behörden und stellte auch die anfängliche Unterschätzung der Toten und der Zerstörung in Nagapattinam in Frage. Die offizielle Zahl liegt jetzt bei 8.000 – sehr nahe an SNEHA’s eigenen früheren Berichten.
SNEHA hat  eine gute Koordination und Zusammenarbeit mit der Distriktverwaltung. Die Nothilfelager sind weiter in Betrieb. Auch die Bergung von Toten geht weiter. Fehlende Toiletten in den Lagern, überall Verbrennungen und der Gestank von verwesenden Leichen und Abwässern macht die Atmosphäre unerträglich.
Trotz allen Unglücks beginnen die Menschen damit, in die Dörfer zurückzukehren und sich die Überreste ihrer Häuser und ihres Besitzes anzusehen. Viele bereiten sich darauf vor, wieder zur See zu gehen. Obwohl das Meer all diese Zerstörung angerichtet hat, ist das Meer letztendlich das Einzige, was sie haben!
Mit Beginn der Kinderaktivitäten, die vom Psycho Trust Team mit Unterstützung von SNEHA in den Lagern begonnen wurden, wird ein neues Lebensgefühl und Enthusiasmus wahrnehmbar; die Kinder erzählen von ihren Erlebnissen, weinen über den Verlust ihrer Eltern oder Geschwister, versprechen nach vorne zu sehen und das Leben erneut zu beginnen.
In Cuddalore und in Kanyakumari sind die Sucharbeiten eingeleitet durch LEAD und Mitglieder von Bewegungen wie ‘Heal’ und ‘Life Care Trust’. Sozialarbeiter, die von CSED geschult wurden, sind dort bereits eingetroffen.
George war ununterbrochen in Kontakt mit allen Partnern und den KollegInnen im Feld. Bewilligung und Auszahlung von finanzieller Unterstützung an die unterschiedlichen Partnerorganisationen verläuft reibungslos und schnell. Nothilfe und Unterstützung wird ermöglicht.
Man hat sich bemüht, in Koordination mit UNICEF und anderen Geberorganisationen zusammenzuarbeiten. Koordinations-Kommittees sind auf Distrikt- und auf Staatsebene aufgebaut worden, an denen terre des hommes Partner aktiv beteiligt sind. Die psychosoziale Versorgung, insbesondere der Kinder und Frauen ist als wichtiges Thema als Arbeitsfeld für terre des hommes definiert worden. Erste Schulungen für Freiwillige wurden von CSED und LEAD durchgeführt, professionellere Weiterbildung ist organisiert worden in Zusammenarbeit mit Dr. K. Seka aus Bangalore und seinem Team. Diese Trainings werden in einigen Tagen dezentral in Nagapattinam und anderen Orten stattfinden.
Das MJM Team und das National Fishermens Forum beteiligen sich an den Nothilfemaßnahmen in Kerala. Sie sind auch in Kanyakumari tätig. Während Ersthilfemaßnahmen in Gang gesetzt sind, erreichen uns Bitten aus Kerala, Tamil Nadu und Andhra Pradesh zur Unterstützung bei der Wiederherstellung des Lebensunterhaltes (Bereitstellung von Booten und Netzen) und für provisorische Häuser.
Gegen Ende der Rettungs- und Nothilfemaßnahmen ist die größte Herausforderung, die Menschen wieder zur Rückkehr in ihre Dörfer zu bewegen und zu ihrem Alltag zurückzukehren. Sie müssen in ihre Berufe zurückgehen und das Leben mit Entschlossenheit und Energie neu beginnen. Das neue Heim aufzubauen und der Wille zum Leben angesichts einer solch riesigen, verheerenden Erfahrung ist die neue Herausforderung.

02.01.2005

Zahl der Todesopfer in Tamil Nadu erreicht annähernd 7.700

Einem Bericht der Englisch sprachigen Zeitschrift ‘The Hindu’ zu Folge muss im Bundesstaat Tamil Nadu mit etwa 7.700 Toten gerechnet werden, davon fast 6.000 in Nagapattinam, dem Ort, in dem unsere Partnerorganisation SNEHA tätig ist. Etwa ein Viertel der Opfer sind Kinder. Nachdem die Flutwelle eine Reihe von Trawlern und Motorschiffen in den Ort gespült hat, wird befürchtet, dass noch weitere Todesopfer in den Wracks gefunden werden. Hier ein Link zu dem entsprechenden Zeitungsartikel: The Hindu, January 2, 2005

31.12.2004

Nothilfemaßnahmen von terre des hommes Partnern

SNEHA, Nagapattinam – 30 Mitarbeiter und 10 Freiwillige arbeiteten weiter in der Nothilfearbeit – Koordination mit anderen NROs, eingehende Hilfsgüter entgegennehmen, sie auf die verschiedenen Lager verteilen usw, Kleidung verteilen, Babynahrung und anderes mehr. Bereits 7000 Betttücher und Wolldecken waren gekauft und verteilt worden. 1000 Artikel Kinderkleidung ausgegeben. 5.000 Pakete Plätzchen waren gekauft und verteilt worden. In Zusammenarbeit mit anderen NROs, waren 1000 Kleidungsartikel wie Hosen, Saris, Hemden und Lungies an die Menschen in den Nothilfelagern verteilt worden, ebenso wie 4000 Pakete Brot, 500 kg Reis und 100 Pakete Wasser.
Tote in allen 49 Dörfern wurden gezählt und den Behörden und der Presse mitgeteilt. Nach einer Unterschätzung der Todesfälle wurde ein Gespräch mit den Behörden geführt und sie wurden gebeten, weitere Bagger und Kräne zur Verfügung zu stellen um Leichen im Zentrum der Dörfer zu bergen.
Ein Treffen der NROs wurde organisiert, um die Hilfsaktivitäten zu koordinieren und Doppelarbeit zu vermeiden. Zwei medizinische Teams – vom Meenakshi Krankenhaus in Madurai und vom Appolo Krankenhaus in Chennai -  wurden mobilisiert, die nun die Nothilfelager besuchen und Medikamente zur Verfügung stellen.
Psycho Trust, Karur – 17 Mitarbeiter von Psycho Trust sind im Feld, einschließlich des Direktors, 6 Jugendliche sind mit 1750 kg Reis gekommen; 1000 Paketen Wasser, Kleidung und Bettücher sind ebenfalls verteilt worden. Derzeit ist das Team in vier Gruppen aufgeteilt, besuchen unterschiedliche Lager und beschäftigen sich mit den Kindern, indem sie malen, zeichnen, Theater spielen usw.
Lead, Trichy ein Team von 30 Mitarbeitern einschließlich des Direktors hat Nagapattinam und Karaikkal unmittelbar nach der Tragödie besucht und Kleidung, Medizin, Nahrungsmittel- und Wasserpakete für die ersten beiden Tage in Nothilfelagern verteilt. Die besondere Lage  der Überlebenden kennend wurden auch Unterwäsche und Betttücher gesammelt und verteilt. Das Team hat nun beschlossen, sich auf den Cuddalore District zu konzentrieren. Ein Team von 40 Mitarbeitern wird jetzt in der Traumaverarbeitung und Beschäftigungstherapie geschult, um mit den betroffenen Kindern zu arbeiten.
Hope Trust, Pondicherry Victor Joseph Raj hat die Nothilfemaßnahmen in Pondicherry koordiniert. Sie haben bereits hunderte von Matten und Getreide verteilt. Ein Team von Freiwilligen hat bereits begonnen mit Kinder zu arbeiten und organisiert gemeinschaftliche Aktivitäten in den Camps.
Heal Movement, Kanyakumari Die Organisation Heal Movement Kanyakumari begann bereits an dem verhängnisvollen Sonntag den Opfern zu helfen, barg die Toten, identifizierte sie, usw. Anschließend halfen sie in 18 Lagern in der Nagercoil-Region des Kanyakumari Distrikts und verteilten Hilfsgüter aus unterschiedlichen Quellen. Jedes Lager besteht aus 700 bis 800 Menschen Sie beginnen auch mit Gemeinschaftsaktivitäten mit die Kindern
Don Bosco Anbu Illam, Tirupur Ein Team von 10 Leuten einschließlich dreier Patres erreichten Velankanni am Sonntag abend. Bis Mittwoch waren sie mit der Bergung von Toten beschäftigt und mit der Verteilung von Hilfsgütern. Zwei Lastwagen voll neuer Kleider, besonders Kinderkleidung wurden von Tirupur hergefahren und verteilt.
CSED, Coimbatore – koordinierte die Hilfsmaßnahmen mit unterschiedlichen Organisationen aus anderen Bundesstaaten und die Verteilung von Hilfsmaterial in den Küstendörfern. Ein Team ging nach Kanyakumari mit Hilfsgütern. CSED schult außerdem 600 Menschen einschließlich 40 Mitarbeitern in der Trauma-Verarbeitung. Das Team wird sich auf Kanyakumari und Nagapattinam aufteilen, um mit Kindern zu arbeiten.
CCRD, Chennai übernahm die Initiative in Chennai und kontaktierte NROs und anderen gesellschaftliche Gruppen und bildete ein Koordinations-Kommittee für die Arbeit mit den betroffenen Menschen. Die Organisation stellt auch das Koordinations-Sekretariat in Chennai. Bei 2000 besonders betroffenen Familien wird CCRF mit der unmittelbaren Nothilfe und Rehabilitation beginnen. 11.000 Matten werden verteilt. Ein Team von 10 Leuten wird geschult um mit Kindern zu arbeiten. Die Siga Community Service und ein Team von 10 Menschen von Arunodaya, Hrf, Nesakkaram sind auch Teil des Teams.
Reji, tdh Koordinator aus dem Süd-Indien Büro in Bangalore, hat alle diese Gruppen koordiniert. Darüber hinaus wird Kontakt mit dem CEDA-Trust, SIRD und People’s Watch gehalten, die alle in der betroffenen Region arbeiten.
Alle Partner bereiten sich auf die Arbeit mit Kindern un Frauen in den Lagern vor, um psychosoziale Hilfe zu leisten; Geschichten erzählen, Theater, Zeichnen, Malen, Spiele usw. Freiwillige werden dafür geschult und die notwendige Infrastruktur wie Zelte und Material wird besorgt werden.

30.12.2004

Flucht vor erneuten Flutwellen des Meeres

Die Warnungen vor Flutwellen und eines erneuten Angriffs von Tsunami in und um die Andamanen, die Nicobaren und an anderen Stellen scheinen wahr geworden zu sein. Hohe Fluwellen rollten auf die Küstengebiete in Nagapatinam, in Kanyakumari, in Madras und woanders zu. Obwohl die Menschen aus Küstennähe evakuiert wurden, fliehen Menschenmengen vor der See, nur mit dem, was sie tragen können. Aus Sicht von Beobachtern sieht es aus wie ein Exodus. Sogar viele der Rettungskräfte und Freiwilligen bringen sich in Sicherheit. Furcht, Panik und Schmerz überziehen die Küstengebiete.
Mittlerweile wurde bestätigt, dass zwei weitere Mitarbeiter von SNEHA in dem Tsunami gestorben sind. Sechs weitere werden noch vermisst.
Reji aus dem tdh Büro un Bangalore und Birgit Dittrich von der Bundesgeschäftsstelle in Osnabrück haben heute morgen die am schlimmsten betroffenen Dörfer in der Nähe des Pilgerzentrums Velankanni besucht. Sie sind beide in Sicherheit aber gestrandet in einem Dorf etwa 5km vom Meer. Sie haben die fliehende Menschenmenge beobachtet und können erst zurückkehren, wenn die Regierungsbehörden die Sicherheitsfreigabe bekannt gegeben haben.
In Chennai, dem früheren Madras gibt es Sicherheitsalarm. Die Hafenbehörden haben Menschen aus der Hafengegend evakuiert. Sicherheitsbarrikaden wurden in 2km Entfernung vom Meer errichtet; dahinter dürfen sich die Menschen nicht begeben. Mehr und mehr Menschen aus den Küstengegenden strömen in die Stadt.
Auch In Kanyakumari schürt die steigende Flut Furcht, und die Menschen retten sich weiter weg vom Meer. Ravi aus dem tdh Büro in Bangalore fährt für einige Tage nach Kanyakumari.
Die MitarbeiterInnen des terre des hommes Büros in Indien haben den Gegenwert eines Tagesgehalts für die Hilfe für die vom Tsunami betroffenen Menschen im Süden des Landes gespendet.

28.12.2004

Schock und Angst breiten sich in den Küstendörfern aus, während immer mehr Leichen gefunden werden.

Die Zahl der Toten nach dem starken Erdbeben und dem zerstörerischen Tsunami ist in Indien allein auf 9.400 gestiegen. Am meisten betroffen ist der Bundesstaat Tamil Nadu, insbesondere die Distrikte Nagapatinam, Karaikal, Cuddalore nd Kanyakumari.
Zwei Mitarbeiter, Vasanti und Jayashree, der von terre des hommes und Aide à l’enfance de l’Inde unterstützten Organisation SNEHA, die in Nagapatinam arbeitet, sind Opfer der Flutwellen geworden. Von Vasanti wird berichtet, dass sie mit zwei ihrer Kinder und ihren Schwiegereltern gestorben ist. Sie hinterlässt ihren Ehemann. Jayashree starb mit ihrem Ehemann und einem Kind und lassen ein Kind als Überlebenden der Tragödie zurück. Jesu Rathinam, der Programm-Direktor, und das Projekt-Team helfen bei den Rettungs- und Nothilfemaßnahmen in einem Notlager, das in einer Hochzeitskapelle in der Nähe ihres Büros eingerichtet wurde. Neben Nahrung und Medzin wird auch Kleidung verteilt. Das Büro selbst kümmert sich um etwa 100 Menschen und ein Team von 40 Freiwilligen.
Nahebei, im Pilgerzentrum in Vailankani, dem berühmten Schrein der Jungfrau Maria, wurden über 500 Pilger von der See begraben. Obwohl die Kirche selbst die Flutwellen überstand, sind die meisten der Pilger, die an diesem Sonntag Morgen dort waren tot. Der terre des hommes- Partner – Don Bosco Anbu Illam Social Service Society – ist hier mit Freiwilligen eingetroffen. Sie waren an der Bergung der Toten, die zum Teil schon verwesten, beteiligt.
Die Direktorin unserer Partner-Organisation LEAD, Radha, stellt zusammen mit ihren Koordinatoren und dem Team den betroffenen Menschen Nahrung und Kleidung zur Verfügung und haben auch ein Nothilfe-Lager aufgebaut. Etwa 25 Freiwillige und Mitarbeiter  beteiligen sich an der Hilfe.
Christus Raj, der Direktor des Projektes Gemtex in Karur ist mit einem Team von Ärzten und 15 Freiwilligen auf dem Weg nach Nagapatinam. C. Nabi, der Direktor des Projektpartners CSED aus Tirupur ist ebenfalls an der Koordination der Hilfsmaßnahmen beteiligt.
Valli Gopal, Direktor des Projektes EMPCR, hat zusammen mit Mitarbeiter und Freiwilligen die Verteilung von Kleidung und Nahrung übernommen, die sie in nahegelegenen Disktrikten gesammelt haben. Sie haben eng zusammen mit der Organisation Initiative for Women’s Development und anderen Organisationen.
In Chennai, dem früheren Madras, wurde von mehreren Organisationen ein NRO Koordinations-Komitee gegründet. Thomas Jayaraj, Direktor des Projektpartners CCRD und Virgil Swamy von Arunodaya, eine weitere  Organisation, mit der tdh zusammen arbeitet, sind aktiv bei Nothilfemaßnahmen mit Betroffenen an der Küste von der Grenze zu Andhra Pradesh bis nach Karaikal.
Mit People’s Help ist eine tdh Partnerorganisation mit Freiwilligen und Mitarbeitern an der Hilfe beteiligt.
P.J. Reji, terre des hommes-Koordinator für Süd-Indien, koordiniert in Dörfern in der Nähe von Nagapatinam die Arbeit der verschiedenen Organisation aus Tamil Nadu und anderen südlichen Staaten Indiens, die an den Rettungs- und Nothilfemaßnahemn beteiligt sind. Ein Treffen all dieser Partner ist für heute Abend vorgesehen, um die Maßnahmen zu planen und sie besser zu koordinieren. 

27.12.2004

Informationen von Jesu Rethinam, Direktor – SNEHA

Über 2000 Leichen sind in den Dörfern in und um Nagapatina herum geborgen worden. 5.000 Menschen sind als vermisst gemeldet. 10 Dörfer sind vollständig hingweggeschwemmt worden und eines der Dörfer hat über 100 Tote. 54 Dörfer sind zum Teil zerstört. Es herrscht vollständige Verwirrung in der Region. Menschen sind verängstigt und irren umher auf der Suche nach Familienmitgliedern, Verwandten, reunden und Nachbarn. Vor allem fehlt es an Trinkwasser, trockener Nahrung, Medizin und Kleidung, da nichts vor den zerstörerischen Flutwellen gerettet werden konnte, als sie in die Häuser der Dörfer eindrangen.
Projektpartner in Andhra Pradesh berichten, das Projektgebiete in Guntur, Chilrala und Machalipattnam teilweise zerstört sind. Über 100 Leichen sind geborgen worden. Es gibt Vermisste. Auch sind Trinkwasser, Medizin, Kleidung und trockene Nahrung das Wichtigste für die betroffenen Menschen. Mit der beginnenden Verwesung der Leichen steigt die Furcht vor Epidemien.  

27.12.2004

Anzahl der Toten steigt auf 6.000

The death toll after the devastating tsunami in South India has mounted to over 6000. Tamil Nadu alone has more than 2400 dead, while Andaman and Nicobar islands crossed 3000. The numbers have gone upto 150 in Kerala. Forecasts of the return of the tidal waves have sent shock waves among the people.
Die Zahl der Toten nach dem verheerenden Tsunami in Südindien ist auf über 6.000 gestiegen. Tamil Nadu allein hat mehr als 2.400 Tote, Die Zahl auf den Andamanen und Nikobaren ist auf über 3.000 gestiegen. In Kerala stieg die Zahl auf 150. Vorhersagen auf eine Rückkehr der Flutwelle schockte die Menschen. 

27.12.2004

Tod und Zerstörung verderben Weihnachtsfreude
Süd- und Südostasien im Würgegriff der Zerstörung durch Erdbeben und Tsunami

Mehr als 13000 Menschen wurden in Süd und Südostasien getötet (4.300 in Sri Lanka, annähernd 4.000 in Indien, 4.500 in Indonesien, über 400 in Thailand, 1.000 auf den Andamanen und Nikobaren.
terre des hommes Projektgebiete in Nagapatinam, Karaikal und Cuddalore sind direkt betroffen. Über 1.400 Menschen starben am 26.12.2004, dem Tag nach Weihnachten und unm Nagapatinam herum, wo unsere Partner-Organisation, SNEHA, Bildungs- und Kinderrechtsprojekte durchführt. Neun Dörfer in der Projektregion sind vollständig von den tosenden Flutwellen hinweggespült worden.. Fischer, die am Meer leben, Menschen, die am Strand spazieren gingen, Pilger, die die berühmte Vailankani Kirche besuchten, Kinder, die am Strand spielten wurden alle Opfer der rasenden Natur.
Nachrichten über den Todespfad, die am Sonntag morgen einzutreffen begannen wurden laufend schlimmer mit höheren Zahlen von Toten. Das Zählen geht weiter.