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Indische Partner bitten um Nothilfe für Menschen in Überschwemmungsgebieten
Ungewöhnlich heftige Regenfälle haben Hunderttausende in Indien obdachlos werden lassen, mehr als 500 Menschen
sollen bereits gestorben sein. Es wird jedoch befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch deutlich ansteigt. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Gujarat, Maharashtra und Andhra
Pradesh. Ganze Dörfer und städtische Wohngebiete wurden überschwemmt, weil Flüsse über die Ufer traten und der ausgedörrte Boden die Regenmassen nicht schnell genug aufnehmen konnte.
Schutzdämme hielten den Fluten nicht stand.
Um die bislang weitgehend schutzlosen Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen, bitten Partnerorganisationen von
terre des hommes insbesondere im Bundesstaat Gujarat dringend um Unterstützung: Derzeit suchen unzählige Menschen Schutz auf Dächern von Schulen, in Bahnstationen oder leer stehenden
Gebäuden in höher gelegenen Gebieten.
Zentrum der Aktivitäten in Gujarat ist die Stadt Surat, wo terre des hommes-Partner rund 3.500 Familien betreuen,
die aus den Vorort-Slums geflohen sind. Sie benötigen dringend Nahrungsmittelhilfe und Trinkwasser: »Manche haben seit fast einer Woche nichts mehr gegessen«, berichtet terre des
hommes-Mitarbeiter Atal Behari Sharma. Um die überlebenswichtige Versorgung mit sauberem Trinkwasser zu gewährleisten, müssen spezielle Geräte zur Wasseraufbereitung in die betroffene
Region gebracht werden. »Außerdem müssen wir provisorische Schutzunterkünfte einrichten, die Menschen brauchen Decken und Medikamente«, ergänzt Atal Behari Sharma. Auch der Transport
von freiwilligen Helfern und medizinischem Personal in die Region muss organisiert werden.
Mit dem Andauern der chaotischen Zustände wächst auch die Seuchengefahr: Cholera und Leptospirose, eine unter
anderen durch Rattenurin übertragene Infektion, stellen neben Durchfallerkrankungen derzeit die akuteste Gesundheitsgefahr dar.
Aktuellen Prognosen zufolge ist nicht mit einer schnellen Wetterbesserung zu rechnen. Zwar stellt der Monsunregen in
Indien zwischen Juni und September ein normales klimatisches Phänomen dar. Die Regenfälle werden jedoch zunehmend unberechenbarer und haben aktuell zu den schwersten Überflutungen der
vergangenen Jahre geführt. Als Folge davon wurde auch ein Großteil der Getreide- und Gemüseernte vernichtet.
Für die geplanten Hilfsmaßnahmen benötigen die Partnerorganisationen von terre des hommes eine Summe von 100.000
Euro. Bitte unterstützen Sie diese Nothilfeaktion mit Ihrer Spende.
Spendenkonto Volksbank Osnabrück e.G. Kontonummer 700 800 700 BLZ 265 900 25
Stichwort: Überschwemmungen Indien
Beitrag der Westfälischen Rundschau vom 21.08.2006
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