|
Am 24. November ist die terre des hommes Projektpartnerin Nita
Hardikar aus dem indischen Bundesstaat Gujarat zu Gast in Hagen. Um 19:30 Uhr berichtet sie im AllerWeltHaus über ihre Arbeit in Dörfern und insbesondere über die Probleme, die Frauen in den Familien der Ureinwohner
in Indien haben.
Nita Hardikar hat mit vier Kolleginnen die Organisation ANANDI
gegründet. Sie glaubt, dass Entwicklung auch für Kinder nur über die Frauen möglich ist. Deswegen setzen sie und ihre Kolleginnen sich mit den Frauen in den Dörfern von Gujarat in Indien zusammen, erarbeiten mit
dieser Frauengruppe das, was diesen am wichtigsten ist und zeigen Ihnen, was sie tun müssen, um ihre Ziele zu erreichen.
Es gibt den Frauen Selbstvertrauen und das Gefühl das Richtige zu
tun, wenn sie sehen, dass Behörden auf ihre Anträge reagieren. Wenn den Frauen klar wird, dass sie als kleine Gruppe nichts erreichen können, ermutigen die Mitarbeiterinnen von ANANDI sie dazu, sich mit anderen
Frauengruppen zusammenzuschließen, um so auch auf Stadt- oder Bezirksebene auch wahrgenommen zu werden.
ANANDI unterstützt in den Gruppen den Aufbau von Kompetenz, die
Entwicklung von Führungsqualitäten, berät sie bei der Konfliktbearbeitung und stärkt ihr Verhandlungsgeschick bei der Vertretung ihrer Anliegen. Ziel ist es ihnen zu zeigen, dass sie unabhängig handlungsfähig
sind und als eigenständig anerkannt werden.
Bekannt ist ANANDI für seine Arbeit nach den Unruhen zwischen Hindus
und Moslems in Gujarat im Jahr 2002. Während Hilfe für die Opfer des Erdbebens im vorhergehenden Jahr von allen Seiten bereit stand, war dies hier nicht der Fall. Viele Frauen und Kinder waren durch die Gewalt
zwischen den Bevölkerungsgruppen traumatisiert und es kostete große Mühe, das verlorene Vertrauen in Menschlichkeit wieder aufzubauen. ANANDI ist für diese Arbeit mehrfach ausgezeichnet worden, z.B. vom Magazin Time mit der Auszeichnung Asian Heroes.
|