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»Tag der Rose« am 4. Juli 2009

Seit mehr als dreißig Jahren veranstaltet unsere Arbeitsgruppe den “Tag der Rose”, eine Straßensammlung in der Hagener Innenstadt. War es zu Beginn nur eine nette Geste - eine Rose als Dankeschön für eine Spende - haben wir in den letzten Jahren mit Unterstützung von Blumen Mankopf mit dieser Aktion das Flower Label Programm (FLP) bekannt gemacht. Mehr über das Flower Label Programm erfahren Sie auf deren website. In diesem Jahr sind die Rosen aus heimischer Produktion.
Mit der Kampagne

macht terre des hommes auf das Schicksal von rund 25 Millionen Binnenvertriebenen weltweit aufmerksam. Binnenvertriebene verlassen ihr Land nicht, werden deshalb nicht vom UNHCR versorgt und geschützt, erhalten weder Grundversorgung, noch Sicherheit vor erneuter Verfolgung. Deswegen fordert terre des hommes:

Arbeitsgruppe Hagen

NO DAM!
Karen Kinder aus einer Dorfgemeinde am Salween protestieren gegen den Bau von Staudämmen, die ihre Lebensgrundlagen zerstören werden.

  • Alle Staaten müssen die UN-Leitlinien zu Binnenvertreibung unterzeichnen und umsetzen.
  • Es muss ausreichende Hilfs- und Rückkehrprogramme für alle Vertriebenen geben.
  • Die Verantwortlichen für Vertreibungen müssen beim Namen genannt und bestraft werden.

Auf den fruchtbaren Uferböden des 2.400 Kilometer langen Salween, einem Strom, der sich im Süden Burmas in den Indischen Ozean ergießt, wird Reis, Sesam und Mais, werden Erdnüsse oder Wassermelonen angebaut. Sein Wasser wird getrunken, im ufernahen Wald werden Kräuter gesammelt, es wird gefischt und gejagt.

In einem Dorf der ethnischen Volksgruppe der Karen sagt der alte Dorfvorsteher: »Der Fluss gibt uns alles, was wir zum leben brauchen, fruchtbares Land für unsere Gärten, Fisch und wilde Tiere«.

Aber die burmesische Militärregierung hat andere Pläne: Fünf große Staudämme sollen gebaut werden. Jahrelang verhandelte die Militärregierung unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit Investoren aus Thailand und China. Thailand bekäme billigen Strom und Burma die dringend benötigten Devisen,

Eine Mitsprache der Flussanwohner bei der Umsetzung der Projekte ist jedoch nicht geplant – auch Entschädigungszahlungen sind nicht vorgesehen. Die burmesische Militärregierung setzt vielmehr auf Methoden wie Vertreibung, Zwangsarbeit oder Folter, um den Widerstand zu brechen.

Für die Uferbewohner sind die Großprojekte jedoch kein Gewinn. Die Menschen haben Angst. Sie wissen, dass sie ohne den Reichtum an Pflanzen, Fischen und Feuchtgebieten nicht leben können. Denn nicht nur die direkt gefluteten Dörfer wären betroffen: Wenn der Rhythmus des Salween gestört wird, werden auch Fließgeschwindigkeit und Nährstoffhaushalt und damit der Fischbestand beeinträchtigt.

terre des hommes unterstützt deshalb die Arbeit von »Karen Rivers Watch«, einem Netzwerk, das die Rechte und die Existenzgrundlage der Dorfgemeinschaften am Salween verteidigt. In Projekten werden Kinder und Jugendliche über die Folgen großer Staudämme, den Stand der Bauarbeiten, ihre Situation und ihre Rechte informiert. Gleichzeitig wird gemeinsam mit internationalen Organisationen und Öffentlichkeitsarbeit versucht, den Bau der Staudämme zu verzögern und Umweltverträglichkeits-Studien und die Mitsprache der lokalen Bevölkerung einzufordern.

Gern würde der alte Dorfvorsteher mit seiner Gemeinde, nach der Flucht vor burmesischen Soldaten am Ufer des Salween ein neues Zuhause finden. Aber wenn der Damm einige Kilometer flussabwärts gebaut wird, würde auch das gerade aufgebaute Dorf unter den Wassermassen verschwinden – und mit ihm viele andere Dörfer, zahlreiche Pflanzen und Kräuterarten, und das Wissen der Anwohner, wie man sie nutzt, ohne sie zu zerstören.

Mehr Informationen gibt es auf der terre des hommes website.