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Südafrika: die Chance nutzen
Groß war die Begeisterung in Südafrika, als die FIFA das Land am Kap für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010
auswählte. Doch schnell wurde klar: Die WM darf nicht die ärmere Bevölkerung ausschließen, insbesondere Kinder aus benachteiligten Familien. Daher beschlossen der Konzernbetriebsrat von Volkswagen und terre des
hommes das Jugend-Programm »A chance to play« durchzuführen. Neun Organisationen werden in dem Programm gefördert.
Eine davon ist die »Johannesburg Child Welfare Society« (JCWS) im Stadtteil Hillbrow. Hier sind Arbeitslosigkeit
und Kriminalitätsrate sehr hoch, Drogenkonsum und Prostitution allgegenwärtig. Viele Mädchen und Jungen sind den Gefahren der Straße hilflos ausgeliefert. Für die Mädchen hat JCWS ein Tageszentrum eingerichtet: Hier
können sie kochen, duschen, ihre Wäsche waschen und etwas Geld verdienen: In der Werkstatt des Zentrums besteht Gelegenheit Näh- und Perlenarbeiten für den Verkauf anzufertigen. Außerdem erfahren sie, wie man sich
vor Aids und anderen Krankheiten schützt.
Für Jungen und Mädchen wurden sinnvolle Freizeitangebote geschaffen. Auf einem neuen Sportplatz wird nun
gemeinsam kräftig gebolzt und Korbball gespielt. Auch umliegende Schulen werden in die Aktivitäten einbezogen.
Schulabbrecher können so Kontakt zu Lehrern aufnehmen, und viele finden den Weg zurück auf die Schulbank.
Elliot Hluthwa, Sportkoordinator des Programms, hat immer ein offenes Ohr für die Kinder und Jugendlichen. »Sie
vertrauen mir ihre Probleme an. Und das ist gut so. Ich möchte nicht, dass sie sich auf der Straße herumtreiben und in falsche Kreise kommen«, erklärt
der engagierte Betreuer und betont: »Wir müssen uns um sie kümmern – schließlich sind sie unsere Zukunft« Das Spiel- und Sportangebot wird wegen
seines Erfolges für die Zeit nach der Fußball-WM weiter ausgebaut: Gemeinsam mit anderen Initiativen und Schulen des Viertels sind Turniere und der Aufbau kleiner Ligen für Kinder geplant.
Während der Weltmeisterschaft haben sich mehrere Hagener Kneipen, in denen die Spiele im ‘Public Viewing’ verfolgt werden können, bereit
erklärt, den Flyer zu der Kampagne, sowie Brausetütchen mit »Waldmeistergeschmack« auslegen. Dazu gehören:
Novy’s,
Museumsplatz Spinne, Hohenzollernstraße Vivere, Dahlenkampstraße Zum Krokodil, Mittelstraße
Zum Würzburger, Feithstraße und die Gaststätte der Spielvereinigung Hagen 11 e.V., Lohestraße
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